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Die Krawatte - Klassiker mit Zukunft

Modetrends kommen und gehen. Manche von ihnen schaffen es sogar zum Modeklassiker, also zu einem Kleidungsstück mit hohem Bekanntheits- und Traditionswert. Ohne Frage zählt die Krawatte dazu. Manchmal verschwinden Modeklassiker allerdings auch wieder von der Bildfläche. Einige sieht man für ein paar Jahre oder Jahrzehnte nicht mehr und dann sind sie plötzlich in aktueller Art und Weise wieder da, andere tauchen nie wieder auf. Doch welches Schicksal steht der Krawatte bevor? Wird sie überleben oder schon bald in Vergessenheit geraten?

 

Die Krawatte als Teil der eleganten Herrenkleidung

 

Seit die Krawatte im 17. Jhr. zu ihrer heutigen Form fand, einem mehr oder weniger kunstvoll gebundenen Halstuch, ist sie aus der eleganten Herrenmode nicht mehr wegzudenken. Inzwischen ist es eher ein schmaler Streifen edlen Stoffes, der seinen Ausdruck durch Farbe und Muster erhält. Heute kaum noch im Alltag, aber zu feierlichen Anlässen und für viele im Berufsalltag, ist die Krawatte Bestandteil eines seriösen Outfits. Vor allem in der Finanzbranche, in der Politik oder auch in den meisten Nachrichtensendungen im Fernsehen, sind wir an die Krawatte zum dunklen Anzug mit Businesshemd gewöhnt. Aber ihre Bedeutung schwindet. So wie sich die Businesskleidung zunehmend an der aktuellen Freizeitkleidung orientiert, so verliert auch die Krawatte an Beliebtheit.

 

Der Bussines-Look im Vertrieb

Ebenso kann man diese Entwicklung im Vertrieb erkennen. Konnte ein Verkäufer mit dem Griff zum Schlips in der Vergangenheit sicher sein, immer gut gekleidet dem Kunden gegenüberzutreten, so herrscht inzwischen diesbezüglich zunehmend Verunsicherung. In manchen Branchen ist ein „steifer“ Bussines-Look nicht mehr üblich.

Wir befinden uns momentan in einer Phase der Veränderung, was den idealen Kleidungsstil im Vertrieb angeht. Oft ist die Frage, ob zu einem Termin Krawatte getragen werden sollte nicht immer eindeutig zu beantworten. Hilfreich ist es, sich an den Gepflogenheiten der jeweiligen Branche zu orientieren. Als Faustformel im Vertrieb gilt im Allgemeinen: in etablierten Branchen wird noch eher zur Krawatte gegriffen, als in jungen, innovativen Unternehmen.

 

Die Krawatte als modisches Statement

Ganz verschwinden wird die Krawatte aber so schnell nicht. Eher wird sich ihre Bedeutung verändern. Wird sie zukünftig nicht mehr unerlässlicher Bestandteil des eleganten Herrenoutfits sein, so wird jedoch ihre Rolle als modisches Accessoire zunehmen. Der Umgang mit der Krawatte wird spielerischer werden. Immer seltener muss sie aus Gründen der Etikette getragen werden. Stattdessen wird sie Ausdruck der Individualität und des Zeitgeistes. Dazu bietet gerade dieses Kleidungsstück viele Möglichkeiten. Durch Material, Farbe und Muster kann man die Persönlichkeit unterstreichen, ebenso wie durch den zum jeweiligen Kleidungsstil passende Krawattenknoten. Da ist es von Vorteil, mehr als nur eine Variante zu beherrschen.

Außerdem kann man die Krawatte auch als Markenzeichen einsetzen. Sie kann zum Wiedererkennungswert einer Person oder einer Firma beitragen. Dazu brauch es nicht einmal ein Firmenlogo. Alleine die Farbe reicht oftmals dafür schon aus.

Vergessen sollte man dabei auch nicht, dass die Krawatte immer noch für Seriosität steht. Und wer möchte gerade als Verkäufer dieses nicht auch ausstrahlen?

Überleben wird dieser Modeklassiker, aber das Selbstverständnis mit dem dieses Accessoire getragen wird, wird ein anderes werden. Die Krawatte wird vielmehr dazu dienen, um sich von anderen abzuheben.

 

Bereits der Philosoph Honoré de Balzac wusste: „ Wie die Krawatte – so der Mensch.“

 

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